Die Jonglage

Heute schon ein paar Wörter jongliert, Felix?


Ich bin allein

Es hat viele Vorteile allein zu sein. Aber auch viele Nachteile. Einerseits redet dir niemand drein, andererseits ist niemand da der sich um dich kümmert.

Ich bin es gewohnt, dass mein Vater sich stark um den Kontakt bemüht, im Gegensatz dazu, (meine Eltern sind geschieden) ist meine Mutter eher passiv. Ich hab viel von meiner Mutter mitbekommen, vor allem die Passivität.

Soziale Interaktionen sind immer eine große Anstrengung, weil wenn dann will ich aktiv zuhören. Meistens ist es dann aber so, dass es nicht reicht einfach nur zuzuhören. Ich erwarte mir eigentlich von allen Menschen, dass sie mich faszinierend finden, ohne dass ich jemals etwas von mir gegeben hätte. So wie ich selber von mir fasziniert bin.

Ich Stelle in Frage ob das was ich hier mache gut ist, warum diese persönlichen Gedanken teilen?

Es ist halt auch eine Form des Kontakts, so meine Gedanken loszuwerden.

Früher habe ich immer gedacht, es ist einfach nicht angebracht mich zu beschweren über mein Leben und es war mir immer unangenehm, ich habe oft wenn ich ein Wort von mir gegeben habe, mich noch schlechter gefühlt als wenn ich nichts gesagt hätte. Mir selbst zuzuhören wie ich meine mich traurig machenden Geschichten erzähle….

Oft ist dann auch nicht die erwartete Reaktion gekommen. Irgendwie dachte ich, dass da die andere Person mich in den Arm nimmt und sagt, dass sie mich versteht. Dass sie genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat, und dass es mit der Zeit besser wird.

Seit dem Beginn meiner Therapie

[im folgenden Textteil: to fix engl. für etwas richten]

… werde ich mit Suggestion darin trainiert positiver zu denken. Irgendwie seh ich den Sinn dahinter, auch wenn ich mir eingestehen muss dass es der falsche Sinn ist, weil ja mein ganzer Wunsch mich auszubreiten bei anderen Menschen jetzt auf meine Therapeutin fokussiert ist. Und irgendwie dachte ich dass ich auf meine sob-story-Weise meine große Liebe treffen werde. Es ist naiv zu glauben dass irgendjemand dazu abgelegt ist in der Welt mich zu fixen. Und jetzt mit der Therapie habe ich die ganze Fixerei nach außen ausgelagert und bin trotzdem nicht glücklich, weil die ganze Liebe die ich dachte, die damit einhergeht fehlt.

Ich fühle mich machtlos gegenüber der Aufgabe mich selber zu fixen und vermutlich ist allein der Gedanke, dass ich mich fixen muss falsch. Dieses Grundgefühl ist aber eines, dass in mir ruht.

Woher kommt dieses Grundgefühl?

Aus all den Enttäuschungen die ich so in meinem Leben erfahren habe, habe ich immer die Conclusio gezogen, dass etwas mit mir falsch ist.



One response to “Ich bin allein”

  1. Man kann sich nur reparieren (fixen) lassen ;)

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about

Ups.. Was ist mir denn da passiert..??
Eine Webseite?

Überzeugt von deinem Weg? 🥲

Was will ich erreichen?

Es soll besser werden!
Deswegen schreibe ich.

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