Mir geht es echt nicht schlecht.
Habe gerade ein paar Yogaübungen gemacht. Hilft immer wenn ich nicht weiß was ich tun soll. Es kommt oft vor, dass ich nicht weiß was ich tun soll. Mir wünsche eine Aufgabe zu haben. Und ich weiß echt nicht was los ist. Na klar. Da war die Psychose. Ok. Niemand weiß wie lange es dauert bis man sich von sowas erholt. Oder ob? Einfach verwirrt…
Morgen hab ich einen Telefontermin mit dem AMS. Ich fühle mich ganz klein, wenn ich daran denke. Und ärgere mich darüber, dass es so ist. Denn eigentlich bin ich nicht klein. Aber die Größe die ich habe, bräuchte etwas, das ich nicht habe. Ein gewisses Selbstbewusstsein.
Ein netter Kerl mit gesundem Selbstbewusstsein. Ein netter Mann mit gesundem Selbstbewusstsein.
Ich teste nur wie es in mir klingt, wenn ich das schreibe.
Man sagt ja, die wahre Stärke ist die eigene Verletzlichkeit. Und da schwindet es wieder mein Selbstbewusstsein.
Vielleicht weiß ich einfach zu viel…
Mein Herz scheint verwundet zu sein. Ist es weil ich es selber verwundet habe. Mit viel zu strengen Vorgaben wie ich mein Leben zu leben habe und viel zu großen Vorstellungen, was ein erfolgreiches Leben ausmacht.
Ich habe davon schon mal geschrieben. Die besten waren die prominenten Schriftsteller, Schauspieler und Musiker im Radio als Kind und Jugendlicher. Wie sie so schlaue Dinge von sich gegeben haben in den Interviews. Sonst haben sie mich nicht interessiert. Aber die Interviews!! Leben mietfrei in meinem Hirn. Große, größere Worte. Immer mit einer tiefen Weisheit. Manchmal einfache Worte. Die waren immer am besten.
Und ich weiß nicht wie ich diesen Worten gerecht werden kann. Sie verlangen Mut und Hingabe an eine Sache, die mich begeistert.
Meine eigenen Fehler beim Schreiben ausbessern begeistert mich zum Beispiel… aber das ist klein gedacht.
Mehrere Dinge fallen mir ein:
Klein beginnen. Vielleicht ist klein beginnen gar nicht so schlecht.
In der Musik gibt es den Standpunkt, dass es keine Falschen Noten gibt. In meinem Hirn ist das übertragbar auf das Schreiben.
So komme ich mir also zwiegespalten vor. Die Therapeuten würden sagen: „Wo ist das Mittelding dazwischen?“ Die Mischung?
Ganz abgesehen davon, dass einen Text schreiben eben nicht so ist wie das Improvisieren bei einer Jam Session.
Abgrenzung. Darum geht es bei mir. Mich von anderen Personen und ihren vielen Interessen abgrenzen. Ich schreibe nun mal und beim Schreiben bessere ich meine Fehler aus.
Ich hoffe andere können sich auch von mir abgrenzen.

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