Ich vertrete die Meinung, dass die Schizophrenie als Krankheit, erst dann diagnostiziert werden kann, wenn die Wahrnehmung des Erkrankten in Flagranti das Leben des Erkrankten negativ beeinflusst.
Es ist klar, dass sich ein jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine ganz eigene Lebensrealität aufbaut, die wiederum von der Wahrnehmung geprägt ist. Es ist gemeint, dass diese Wahrnehmung im Extremfall dazu führen kann, dass ein Mensch Stimmen hört, die diesem Menschen sagen, dass er sich umbringen soll. Dies ist, würde ich meinen, die schlimmste Ausformung der Krankheit. Jedoch ist es keinesfalls nötig, das es dazu kommt. Jeder Mensch ist verschieden und daher kommt es zu ganz verschiedenen Ausformungen.
Der Weg aus der Krankheit hinaus, ist die Akzeptanz, dass man sozial, biologisch und genetisch, um die möglichen Gründe zu nennen, die für den Ausbruch der Erkrankung in Frage kommen, eine Wahrnehmung der Welt entwickelt hat, die zu Symptomen geführt haben und einen Neuanfang zu wagen.
Ich schreibe hier mit der Autorität der eigenen Diagnose. Für mich war schon sehr früh klar, dass ich so einen Neuanfang anstreben werde. Ich habe es zumindest geahnt. Dass dieser Neuanfang mit einer Diagnose ablaufen wird, hat mich aber überrascht. Ich war trotzdem sehr bereit dazu alles über den Haufen zu werfen, daher würde ich sagen, dass ich dem ganze Prozess eher offen gegenüber gestanden bin. Wie es bei anderen abläuft kann ich nicht sagen, aber es ist jedenfalls eine Überlegung Wert, in ein Leben in Frieden mit einem Lächeln auf dem Gesicht einzutreten!
Zum Abschluss noch mein Hinweis auf die Kontakte, falls noch keine geeignete Hilfe vorhanden ist.

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