Ich habe vor kurzem eine Hörbuch eines Märchen Erzählers gekauft.
Diese Märchen zu hören, noch dazu von einem Erzähler den ich schon seit meiner Kindheit kenne, versetzt mich als Zuhörer in einen schwärmerischen Zustand.
Was dieser Mann kann, schätze ich! Die Märchen aus alten Tagen halte ich auch für einen großen Schatz. Es geht mir bei dem Genuss nicht darum, diese Geschichten zu interpretieren, sondern Geschichten zu hören die vor langer Zeit schon erzählt wurden. Alte Geschichten.
Ich muss zugeben ich fühle ein wenig die Sünde der Nostalgie aufkommen. „Du meine Güte, der ist nostalgisch – hat der heute keine Freude mehr?“ Versetzt in eine Zeit als ein unschuldiges Kind der Geschichte lauscht und in meiner Vorstellung mit einer Welt konfrontiert ist, die weit aus unwirtlicher ist als die unsere heute.
Was es damals noch nicht gab, und deswegen die Pseudo-Nostalgie, war der Maß an Vernetzung, den wir heute kennen. Ich will es nicht verteufeln, es hat auch Vorteile. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass dieser Platz den ich einnehme beim Hören der Märchen, als unschuldiges Kind vor 40 Jahrzehnten, bei einem Feuer etwas sehr romantisches haben konnte.

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